THE ART OF LIVING /EVENT


THE ART OF LIVING
2016 - Die Kunst des Lebens / (18.-19.6.16)

Eine Traumlocation, 2400 m² freie Fläche, Cans und ca. 100 Writer von überall her ….


Die GRAFFITI LOBBY BERLIN fördert, in der Tradition von „Wände ohne Ende“ und „The rise from ruines“, mal wieder den künstlerischen Austausch zwischen Berliner Writern und dem Rest der Urban Art Welt. Wie bereits 2013 trifft man sich auf dem Teufelsberg Berlin auch als Field Station bekannt; zu einer Mal-Session der besonderen Art unter dem Motto - THE ART OF LIVING 2016.

Die Veranstaltung wird Artist aus allen Zeiten und Stilrichtungen des Graffiti zusammenbringen.

Es soll das ganze Spektrum der Aerosol-Kreativität erstrahlen, ein Fest der Styles, Charakters und Farben werden.

 

Anmeldelink für Künstler:

 

http://goo.gl/forms/VAOBd1x0sp

 


Pressemitteilung der Graffiti Lobby

Am 16.11.2015 wurde im Ausschuss für kulturelle Angelegenheiten des Berliner Abgeordnetenhauses der Antrag der Piratenfraktion behandelt,

der einen  Graffitibeauftragten und legale Wände für Berlin zum Inhalt hatte. Die Graffiti Lobby Berlin hatte viele Monate um das richtige Konzept gerungen, das durch die Piratenfraktion im Juni 2015 per Anhörung im Abgeordnetenhaus (Drucksache 17/2351) eingebracht wurde.

 

Dem Graffitibeauftragten haben wir eine Moderatorenrolle zugewiesen, zwischen den Interessen der Beteiligten zu vermitteln und Schnittstelle zwischen den Bereichen Kunst, Bildung, Kreativwirtschaft, Tourismus und Jugend zu sein. Vor allem soll dieser aber auch legale Wände im gesamten Stadtgebiet akquirieren, die - wie erfolgreich im Mauerpark praktiziert - der Graffiti Szene legal zugänglich sind.

 

Die Diskussion im Ausschuss war sehr sachlich, das hätten wir beim Thema Graffiti nicht erwartet. Der Inhalt des Antrages kam aber leider nicht zur Sprache. Stattdessen wurde über einen „Graffiti-Regulierer“ diskutiert, den keiner wolle und der auch nichts bringe, wenn dieser wie ein Atelierbeauftragter Wände zuteile.

 

Letztendlich haben sich 4 von 5 Fraktionen gegen einen „Graffiti-Regulierer“ ausgesprochen, was auch nicht im Sinne des Antrages gewesen wäre. Es gibt also ein Verständnisproblem zum Inhalt des Antrages, was sicher auch der Tatsache geschuldet ist, daß aus der Graffiti Szene niemand im Ausschuss zu Wort kommen konnte.

 

Trotzdem wurden hier keine Türen zugeschlagen und insbesondere von Kultur-staatssekretär Tim Renner signalisiert im Gespräch bleiben zu wollen. 

Für die Graffiti Lobby Berlin heisst das, weiter für ihre Ziele zu werben und Überzeugungsarbeit auch bei den Abgeordneten zu leisten. Wir schaffen das !

 

 


Anhörung im Ausschuss für Kulturelle Angelegenheiten am 16.11.2015
zum Antrag der Piratenfraktion „Raum für Kunst – Berlin bekommt eine/n Graffiti-Beauftragte/n“

Berlins Attraktivität und internationales Ansehen als Kulturmetropole basiert auf der künstlerischen Kreativität unserer Stadt und dem Potential der hier lebenden KünstlerInnen und Kulturschaffenden. Kultur und deren öffentliche Förderung ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung der Stadt, als Metropole und Hauptstadt.

Kultur ist für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt von hoher Bedeutung. Ein heißes Eisen ist aber noch immer der Umgang mit der Kunst aus der Sprühdose.

 

30 Jahre Graffiti in Berlin haben für viele Schlagzeilen gesorgt - aber nichts bewegt mit den Künstlern, Beteiligten und Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Andere Städte machen es längst vor, haben einen Graffitibeauftragten geschaffen, legale Wände gekennzeichnet, Möglichkeiten zur Präsentation geschaffen und fördern aktiv Graffiti und Street Art im öffentlichen Raum. In München, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Bochum, Münster, Koblenz ….. nur Berlin ist leider noch immer Schlusslicht.

 

Der/die Graffitibeauftragte soll Schnittstelle zwischen allen gesellschaftlichen Bereichen sein, die mit der Kunstform Graffiti in Berührung kommen.

Den Kunstschaffenden und der Szene, der Kreativwirtschaft, dem Tourismus, dem Bildungssektor und der präventiven Jugendarbeit, aber auch den Ordnungsämtern und der Justiz. Die Anerkennung von Graffiti als moderne künstlerische Ausdrucksform und die Schaffung legaler Möglichkeiten zur Ausübung dieser Kunst sind uns ein wichtiges Anliegen. Ebenso der Dialog, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen und einen respektvollen Umgang miteinander zu befördern.

Die Graffiti Lobby Berlin hat sich 2012 als Initiative gegründet. Wir sind KünstlerInnen, Kunstlehrende, Galeristen, SozialarbeiterInnen, Kulturschaffende, UnternehmerInnen und am Thema Graffiti Interessierte die hier endlich Bewegung in die Sache bringen wollen.

Die Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus unterstützt mit Ihrem Antrag vom 17.06.2015 im Kulturausschuss unser Vorhaben,

zu welchem am 16.11.2015 um 14:00 eine Anhörung im Kulturausschuss angesetzt wurde.

Im Rahmen der Anhörung werden dazu u.a. gehört:

- Stéphane Bauer / Leiter Kunstraum Kreuzberg/Bethanien,

- Christian Awe / Atelier Awe. Kunst- und Kulturprojekte,

- Jochen Küpper, Dipl. Kfm. / Riot-Arts - Kultur und Urbanismus.

Wir bitten Sie um Unterstützung des Antrages, um einen konstruktiven Dialog in Gang zu setzen und Freiräume für Graffitikunst zu schaffen.

 


Graffiti-Beauftragte/r für Berlin

Nach unserem Graffiti Kongress im Mai 2014 haben wir die Monate danach intensiv darüber diskutiert, wie man auch politisch einen anderen Umgang mit Graffiti bewirken kann. Da geht es zuerst um die Anerkennung von Graffiti als künstlerische Ausdrucksform, aber auch darum mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen, zu vermitteln und aufzuklären.
Und natürlich müssen Wege gefunden werden, die legales Sprühen ermöglichen auf dafür freigegebenen öffentlichen und privaten Wänden.
In vielen großen und kleineren Städten Deutschlands gibt es längst Graffiti-Beauftragte, mit unterschiedlicher Anbindung und Aufgabenstellung.
Mal steht die Stadtaufwertung, mal die Prävention im Vordergrund. Das Thema insgesamt anzupacken, so dass sich auch die Graffiti Szene wiederfinden kann, hat bisher noch keine Kommune in Angriff genommen. Von einigen Beteiligungsprojekten mal abgesehen.
Vor allem nervt uns, dass Graffiti oft als reine Jugendkultur oder Vandalismus dargestellt wird. Allein in der Graffiti Lobby ist kaum einer unter 30.
Graffiti hat in Deutschland 30 Jahre auf dem Buckel. Künstler verdienen sich ihr Brot damit, Touristen zieht es nach Berlin in die "bunten Ecken".

Wir haben ein Konzept für eine/n Graffitibeauftragte/n für Berlin erarbeitet, der/die sich im ersten Schritt vorrangig um legale Wände bemüht und mit allen Beteiligten und Verantwortlichen ins Gespräch kommt. Die Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten sehen wir als unseren ersten politischen Ansprechpartner, dort ist Kunst und Kreativwirtschaft angesiedelt, genau darum geht es. Aber auch um Synergien mit den Bereichen Bildung, Jugend, Stadtentwicklung und Wirtschaft.

Die Piraten-Fraktion im Berliner Ageordnetenhaus unterstützt uns, das Anliegen auf die Tagesordnung im Kulturausschuss zu bringen.
Am 16.06.2015 hat sie einen entsprechenden Antrag im Abgeordnetenhaus eingebracht:
Antrag Piratenfraktion Graffiti Beauftragte/r

Das Problem der fehlenden legalen Wände schildert sehr anschaulich ein Bericht im SZ-Magazin 15/2015:
sz-magazin/42955/